• Datum: Feb 2017

Steuerbescheide, also auch der Einkommensteuerbescheid, sollen immer geprüft werden. Schon vor ca. 5 Jahren hat das Bundesfinanzministerium öffentlich zugegeben, dass jeder zweite Steuerbescheid falsch ist!! Laut ihrer eigenen Statistik wurden beispielsweise in 2014 68% der bearbeiteten Einsprüche zu Gunsten der Steuerpflichtigen entschieden. Weicht der Steuerbescheid von der Steuererklärung ab, ist zu prüfen, ob ein Einspruch einzulegen ist. Häufig überschreibt das Finanzamt die Daten der Steuererklärungen ohne nachzufragen, aber auch Zahlendreher oder Abweichungen ohne nachvollziehbare Begründung sind Grund genug einen Einspruch einzulegen. Der Einspruch ist schriftlich oder elektronisch einzulegen oder beim Finanzamt zur Niederschrift zu erklären. Innerhalb eines Monats, nach Bekanntgabe des Steuerbescheides, ist der Einspruch einzulegen. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem das Finanzamt den Brief zur Post gegeben hat (Poststempel oder Datum des Steuerbescheides) plus 3 Tage. Es ist zu begründen, warum Einspruch eingelegt wird. Hier kann man auch gleich noch eigene Fehler und Versäumnisse korrigieren. So kann man vergessene Anträge und Aufwendungen nachträglich erklären. Die Steuerschuld ist trotz Einspruch grundsätzlich pünktlich zu begleichen. Aber auch hier gibt es eine Möglichkeit, die Zahlung nicht bzw. nicht in voller Höhe leisten zu müssen.

 

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