• Datum: Feb 2017

Die Unternehmen (Einzelunternehmen, Kapital- und Personengesellschaften) haben ein Wahlrecht für die Zuordnung von Wirtschaftsgütern zu ihren Unternehmen. Dieses Wahlrecht geht auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zurück und betrifft sowohl Immobilien wie auch bewegliche Gegenstände (Fahrzeuge usw.). Der Unternehmer kann den Gegenstand dem Unternehmen ganz, nur teilweise oder gar nicht zuordnen. Die Zuordnung zum Unternehmen führt zu Aufwand der sich steuermindernd auf die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer auswirkt. Die Entscheidung über die Zuordnung trifft der Unternehmer anhand seiner Verwendungsabsicht und hat zeitnah zu erfolgen. Der Bundesfinanz-hof hat sich im Jahre 2011 in zwei Urteilen zur Dokumentation einer Zuordnungsentscheidung umfassend geäußert. Grundsätze dieser Urteile sind von der Finanzverwal-tung jetzt aufgenommen worden und werden umfassend angewendet. Die Zuordnung ist gegenüber der Finanzverwaltung zu dokumentieren, soweit dies nicht aus anderen Nachweisen (Umsatzsteuervoranmeldung) ableitbar ist. Bei Immobilien muss die Dokumentation gegenüber der Finanzverwaltung zwingend schriftlich erfolgen. Die Dokumentationsfrist läuft am 31. Mai 2017 ab, wenn die Immobilie in 2016 angeschafft wurde. Wird dies versäumt, ist in der Regel eine spätere Zuordnung ausgeschlossen!

 

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